start des Hallenumbau für 2018 geplant

Am Märkischen Gymnasium will die Stadt eine moderne Dreifachsporthalle samt Mensa errichten. Die marode Einfachhalle soll für den Neubau abgerissen werden – denn sie steht auf instabilem Torfgrund und weist erhebliche Schäden auf.

Die hoch verschuldete Stadt hat einen Finanzierungsweg für dieses insgesamt mehr als acht Millionen Euro teure Projekt gefunden: Sie kann einen Landeszuschuss von 80 Prozent für die Turnhalle erhalten. Das Zauberwort lautet: NRW-Sportschule.

Die Stadt hatte sich – wie berichtet – mit einem Schulverbund erfolgreich um diesen Fördertitel beworben. Der Verbund besteht aus vier Wattenscheider Schulen (Hellweg- und Märkisches Gymnasium sowie Pestalozzi-Realschule und Maria Sibylla Merian-Gesamtschule) in Verbindung mit dem Olympiastützpunkt mit seinem Sport- und Teilzeitinternat. Laut NRW-Sportministerium darf dieser Verbund ab Mitte 2013 den Titel „Sportschule NRW“ tragen. Allerdings nur dann, wenn die Stadt sich bereit erklärt, eine Dreifachturnhalle mit Kraft- und Gymnastikraum (kostet rund 7 Mio Euro) zu bauen. Und dafür kann sie eine 80-prozentige Landesförderung erhalten.

Der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtkosten belaufe sich damit auf eine Nettobelastung von rund 2,7 Mio Euro, erklärte der neue Schulverwaltungsamtsleiter Martin Stempel am Dienstag in der Bezirksvertretung, die das Projekt einstimmig begrüßte.

Millionen-Investition

Die Rechnung: Eine neue Einfachhalle als Ersatz für die marode Halle neben der Märkischen Schule würde rund drei Millionen Euro kosten. Die jetzige „große Lösung“ sieht vor, nach Abriss der nicht mehr standsicheren Turnhalle an gleicher Stelle die für die Sportschule NRW geforderte Dreifachhalle zu errichten.

Was gleich mehrere Vorteile ohne Mehrkosten für die Stadt mit sich bringe: Eine neue, für Wattenscheid dringend benötigte Dreifachturnhalle und zugleich die vom Märkischen Gymnasium dringend für die Übermittag-Betreuung geforderte Mensa, die ansonsten an anderer Stelle des Schulgeländes mit vergleichsweise höheren Kosten zu bauen wäre. Die Stadt bekäme bei gleichem Eigenanteil eine erheblich bessere Lösung, beschreibt Martin Stempel den Vorteil dieser Variante. Die von der Stadt beauftragte Machbarkeitsstudie kommt zu dem Schluss, dass diese Variante realisierbar sei. Einzig geklärt werden müsse die Frage des Denkmalschutzes, der für die Märkische Schule (und damit auch für die alte Einfachhalle) besteht.

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